Betroffenheitskitsch oder Mahnmal? Aleppo-Busse am Brandenburger Tor

Zur Aufstellung der „Aleppo-Busse“ vor dem Brandenburger Tor

 

Das im März 2015 von dem syrischen Journalisten Karam Al-Masri in Aleppo gemachte Foto eines Straßenzugs mit aufgestellten Bussen ging um die Welt und ist ein beredtes Zeugnis für einen schrecklichen Krieg, der von allen Seiten mit unbarmherziger Härte geführt wird. Dokumentiert ist auf dem Foto auch die Fahne der Miliz Ahrar al-Sham, die in Deutschland als terroristische Vereinigung geführt wird. Dessen ungeachtet hat der deutsch-syrische Künstler Manaf Halbouni dieses Foto als Vorlage für sein sogenanntes „Monument“ genommen und drei deutsche Schrottbusse nur unwesentlich verändert und aufgestellt. Was bei den meisten Dresdnern bereits auf Ablehnung stieß, wird seit dem 11.11.17 nun den Berlinern am Brandenburger Tor vorgesetzt. Schirmherr ist der Kultursenator Dr. Klaus Lederer (Linke), der dazu bemerkte, „Kunst soll verstören“.

Sollte dies Kunst sein, dann zumindest unvollendete Kunst. Denn weder sind bei den aufgestellten Bussen die Fenster und Reifen zerstört, noch hat sich der Künstler die Mühe gemacht, die Werbung der Bayreuther Sparkasse zu beseitigen. Auch wenn dies seine künstlerische Freiheit sein mag, so kostet sie den Steuerzahler doch viel Geld. Nach Angaben der Intendantin des Maxim-Gorki-Theaters Shermin Langhoff 50 000 Euro. Sie muss es ja wissen, ist doch die Schrottbus-Aktion Teil des 3. Gorki-Herbstsalons. Bezeichnenderweise steht dieser unter dem verstörenden Motto „Desintegriert Euch“!

Wie denken eigentlich Syrer, die gerne wieder in ihre Heimat zurückkehren möchten, um beim Wiederaufbau zu helfen, über diese Aktion? Wissen sie doch, dass man in einem befriedeten Syrien mit 50 000 Euro eine Menge bewirken kann, vorausgesetzt die Sanktionen gegen Syrien würden aufgehoben. Auch gezielte Hilfe für den Wiederaufbau von Aleppo wäre langfristig sinnvoller, als ein teures Pseudo-Kunstwerk für nur 16 Tage!

Berlin, den 11.11.2017

Dieter Neuendorf

Ein Interview mit Dr. Dieter Neuendorf,  unserem Reinickendorfer Mitglied des Abgeordnetenhauses und Mitglied im Fachausschuss für Kulturelle Angelegenheiten.

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HERZLICH WILLKOMMEN

Jeden 1. und 3. Dienstag im Monat ist um 19 Uhr Stammtisch-Treffen von Interessenten und Mitgliedern im Restaurant Maestral, Eichborndamm 236, 13437 Berlin. (Telefonische Anfragen unter Tel. 030 / 40 37 56 55) Siehe auch Termine !

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Halten Sie die Aleppo Busse vor dem Brandenburger Tor für ein Kunstwerk oder eher nicht?

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